Wegweiser

Der Färber

Geschichte des Färberhandwerks Im Mittelalter wurden noch alle Stoffe und Gewänder in Heimarbeit von der Hausfrau hergestellt und auch das Färben war Hausarbeit. Mit der Entwicklung der Städte bildeten sich nach und nach Zünfte heraus und so wurde auch bald das Färben von Wolle und anderen Stoffen ein Berufszweig.
Jedoch war den Färbern eine eigene Zunft bis Ende des Mittelalters verwehrt. Sie standen in direkten Abhängigkeit zu den Zünften der Tuchhändler und Wollweber, die ihnen strenge Vorschriften auferlegten, um das Verfälschen der Farben zu verhindern, und hohe Tarife abverlangten.

Färberaufstand 1371
Diese Umstände riefen natürlich Aufstände und Revolten hervor. So auch im 14. Jh. in der wichtigsten Tuchmachermetropole der Alten Welt: Florenz. Hier vereinigten sich die Färber in der religiösen Bruderschaft des Onofrio, dem Schutzheiligen der Färber, und riefen 1371 zum Aufstand auf. Dieser Färberstreik dauerte ganze 8 Jahre und endete mit der Gründung dreier neuer Zünfte, eine von ihnen war die Färberzunft. In Deutschland gab es erst ab dem 16. Jh. eigene Färberzünfte.

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